Berufsorientierungsmaßnahme für Schüler und Schülerinnen

Die Berufsorientierungsmaßnahme bietet Schülern und Schülerinnen eine frühzeitige Entscheidungshilfe für die Berufswahl und erleichtert ihnen den Übergang von Schule in die duale Berufsausbildung. Persönliche Berufsvorstellungen können durch das Erkunden individueller Neigungen, Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die praktische Erprobung der eigenen Kompetenzen und Erkennen des eigenen Potentials in berufsspezifischen Werkstätten, dem Kennenlernen eines Acht-Stunden-Arbeitstages und dem Kennenlernen der schulischen und persönlichen Anforderungen ausgewählter Berufsfelder entwickelt werden. Eine 3-tägige Potenzialanalyse erfasst mittels handlungsorientierter Testverfahren und AC-Gruppenübungen die beruflichen Basiskompetenzen wie: Motivation, Problemlösefähigkeit, handwerkliche Fähigkeiten, die Fähigkeit zum sorgfältigen und selbstständigen Arbeiten und die für eine Berufsausbildung erforderlichen sozialen Kompetenzen wie Team-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. Durch stärkenorientierte Feedbackgespräche werden sie darin unterstützt eigene Neigungen und Eignungen zu erkennen. Anhand der Ergebnisse wird für jeden Schüler,  jede Schülerin ein Kompetenzprofil erstellt. Während der sich anschließenden Werkstatttage erhalten sie die Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen in verschiedenen Berufsfeldern zu erproben und sich mit den jeweiligen Anforderungen des Berufsfeldes auseinanderzusetzen. In drei ausgewählten Berufsfeldern erfahren sie komplexe fachliche und methodische Anforderungen. Berufspraktische Fähigkeiten werden ermittelt und berufsfeldbezogene Erfahrungen werden sichtbar. Durch den kontinuierlichen Abgleich von Selbst- und Fremdeinschätzung mittels der Kompetenztabelle werden sie darin unterstützt, die eigenen Stärken zu erkennen und eigene Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Im Sinne der Bildungsketten-Initiative werden die Ergebnisse der Potenzialanalyse seitens der Schulen genutzt, ebenso die Ergebnisse der Berufsorientierungsmaßnahme insgesamt. Sie fließen in den weiteren  schulischen Berufsorientierungsprozess und in die Berufswahlbegleitung ein.